Furai

Windschnittig und
umweltfreundlich: der Mazda Furai
Mit dem neuen Konzeptfahrzeug Mazda Furai, erstmals zu sehen auf der North
American International
Auto Show 2008 in Detroit, feiert
Mazda den 40. Geburtstag des Kreiskolbenmotors.
Als bislang sportlichste Interpretation der Nagare Designsprache schlägt der
Furai eine Brücke zwischen
Serienautos und Rennfahrzeugen. Die Basis für den Mazda Furai (jap. für "der Klang des Windes") lieferte
ein Courage C65 Kohlefaser-Chassis aus den LMP-2 Langstreckenrennen in der American Le Mans Serie (ALMS).
Das von Mazdaspeed Motorsports entwickelte Fahrzeug erreichte in den Serien 2005 und 2006 in 15 Rennen
einen Sieg und 9
Podiumsplatzierungen und beendete die Saison jeweils auf dem 3. Platz.
Viele Details, ein Ziel:
die Aerodynamik optimieren
Während es bei seinen Vorgängern in erster Linie um Ästhetik ging, dreht sich
beim Mazda Furai alles um Funktion.
Jede Struktur und jedes Detail erfüllt einen praktischen Zweck, vor allem im Hinblick auf Aerodynamik.
So reduziert z.B. die Form des Scheinwerfergehäuses den aerodynamischen Auftrieb. Aus dem gleichen Grund wurden
Hochdruck-Bereiche oberhalb der Vorderräder entlastet. Die unter dem Fahrzeug strömende Luft wird zur Motorkühlung
in das Innere des Karosseriekörpers durch die Kühler geleitet, während Öffnungen in den Karosserieflanken Kühlungsluft
an die hinteren Bremsen, den Motoröl- und Getriebeöl-Kühler bringen. Zusätzlich verbessert ein unter dem Fahrzeug
angebrachter Diffusor die
Aerodynamik und trägt dazu bei, die Luft durch den Luftkühler und den Motorraum
zu leiten.
Für die Verfeinerung der Aerodynamik kooperierten die Mazda Designer und
Ingenieure eng mit dem Motorsport-Spezialisten
Swift Engineering. Luftwiderstand, Anpressdruck, Auftrieb und Ästhetik wurden am Computer entwickelt und getestet.
So wird beim Mazda Furai die für die Verbrennung notwendige Luft durch ein Bauteil zum Motor geleitet, das Swift Engineering
vor 10 Jahren für Fahrzeuge der Indy Car Serie entwickelt hat. Es erhebt sich leicht über die Dachoberfläche,
um saubere Luft anzusaugen - eine
Konstruktion, die von den Entwicklern zum Patent angemeldet wurde.
Komfort im Cockpit
Im Gegensatz zum sachlich-kühlen Interieur eines puristischen Rennwagens fällt
das Cockpit des Mazda Furai komfortabler
und dennoch höchst funktional aus. In das Lenkrad integriert wurden ein elektronisches Display und Schaltwippen.
Die Fahrgastzelle ist breiter als das Original, um zwei Passagieren genügend Kopf- und Schulterfreiheit sowie eine gute
Rundumsicht zu gewähren. Die
Schmetterlingstüren erlauben einen besonders bequemen Einstieg.
Mazda Kreiskolbenmotor wird
erstmals mit E100 betrieben
Auch in Fragen des Antriebs übernimmt der Furai eine Vorreiterrolle. Sein 450 PS
starker Kreiskolbenmotor mit drei
Rotoren ist auf den Betrieb mit 100%igem Ethanol (E100) ausgelegt. Dieser überwiegend aus Pflanzenresten,
Mais oder Weizen gewonnene Kraftstoff wurde zusammen mit BP entwickelt, einem der wichtigsten Partner der
Motorsport-Aktivitäten von Mazda. "In der Indy Racing League sind regenerative Treibstoffe bereits vorgeschrieben",
erläutert Mazda Motorsport-Manager John Doonan. "Unser Kreiskolbenmotor hat schon mehrfach unter Beweis gestellt,
dass er für alternative
Treibstoffe und sogar den Betrieb mit Wasserstoff geeignet ist. Im Furai kann er
nun erstmals mit E100 betrieben werden."